How can the centrifugal element of the location be developed into a magical centre?

Above the underground roundabout of the A23 motorway, in the south of Vienna, a city quarter is to be built. The hitherto peripheral traffic junction of the roundabout is moving into the centre through the construction of a subway station: above the underground infrastructure, a development is to be planned which will combine large multi-storey car parks, the ASFINAG headquarters, further office space and special forms of housing to form a coherent urban quarter as a local sub-centre.


The concept of the open spaces is based on an open space trajectory, which develops spirally from the city level to the park crown and runs through and organises the entire project in three dimensions. This landscape spiral embodies the urban paradigm of the 21st century for which the entire project stands: the productive interconnection of urbanity, infrastructure and open space. The open space acts as a panoramic connecting element (the panoramic promenade), ecological “machine” (micro air-conditioning, water filters, energy plantation) and atmospheric location.


KOHÄRENZ STATT FRAGMENTIERUNG

Die wertvolle Erkenntnis des kooperativen Verfahrens demonstriert, dass mit dem Programm und der Eigenlogik des Nicht-Orts selbst gearbeitet werden muss, um dem Zuviel an Fragmentierung Kohärenz geben: die Panoramaspirale führt Innen und Außen, Boden und Dach, Nutzung und Freiraum in einer einzigen umlaufenden Bewegung zusammen: der Verkehrsknoten als Genius Loci.

DER CAMPO

Die Spirale umgreift einen zentralen, lärmberuhigten Platz, den „Campo“. Sein Niveau ist in die bestehende Topografie umgebenden eingebettet, sodass er, komplementär zur Spirale, barrierefrei in alle Richtungen anschließt.

VERKNÜPFEN UND ÜBERBRÜCKEN

Mühelos gleitet die Spirale über die Hindernisse hinweg, verwebt die Räume der Insel untereinander, verknüpft sie selbstverständlich mit der Umgebung und inszeniert mit ihrem 860 Grad Panorama eine einzigartige, aus dem Ort selbst kommende Raumerfahrung.

ARCHÄOLOGIE

Die Spirale führt die einzigartige Archäologie des Orts – die sprichwörtlich vertikale Schichtung unterschiedlicher Mobiltätsformen – in die Zukunft: monofunktionale Verkehrsräume liegen im Untergrund, der Verkehrsraum des Stadtbodens wird für sanfte Mobilität aktiviert, während die Spirale eine landschafts- und gemeinschaftsbildende Mobilität aufnimmt.

GENIUS LOCI

Der Nicht-Ort des Verteilerkreises verräumlicht sich zum Genius Loci einer zukunftsweisenden Verschränkung von Mobilität, Freiraum und Nutzungen.


SYNTHESE VORHANDENER BEWEGUNG

Das Kreisen gegen den Uhrzeigersinn, das Queren, das ober- und unterirdische Kreuzenwerden in Bezug zur topografischen Situation präzise „ausgespielt“: die Spirale steigt kontrapunktisch gegen den Uhrzeigersinn zu dem nach Süden abfallenden Stadtboden mit einer kaum merklichen Steigung von 3% an. Gefälle und Startpunkt sind so aufeinander abgestimmt, dass die beiden Stege zur FH bzw. zur Generali Arena in der entsprechenden Höhe exakt abzweigen können. Auf diese Weise gelingt es, FH, Viola-Park und Stadion barrierefrei mit einer einzigen Geste zu verweben

Die Koppelung eines 10,5 Meter tiefen Innenrings mit der 17 Meter tiefen Spirale über Stege erlaubt eine Vielzahl an möglichen Grundrisstypen und Nutzungen, vom Parken über Arbeiten/soziale Infrastruktur bis zum Wohnen. Die Fuge zwischen Innenring und Spirale ermöglicht eine 2-seitige Belichtung und erhöht die Nutzungsvariabilität.






Location: Wien 1100, Österreich Projektformat: geladener städtebaulicher Wettbewerb mit vorgeschaltetem Auswahlverfahren ´´VERTEILERKREIS FAVORITEN´´ Projektstatus: abgeschlossen Site Size: 37.000 m2 BGF: > 60.000 m2 Planning period: 2010–2011 Client: Stadt Wien MA21 Partners: Markus Pernthaler Planning: Vogt Landschaftsarchitektur, Werkraum Ingenieure (Tragwerksplanung) Company Team: Julian Adrian Ruera, Ruth Tortosa Esquembre, Lukas Brotzge, Alice Bayandin