Pier 05 ist ein Ort, an dem sich das Erlebnis des Ankommens verdichtet und vervielfacht. Hier zieht sich der Raum zwischen Seeufer und U-Bahn zu einem südlichen Pol zusammen, der seine mehrfache Entreefunktion orchestriert: die Silhouette des Seeparkquartiers, die Arkaden der Seeterrassen, die Platzfolge zum Boulevard der Kulturen und der Korridor zum Elinor-Ostrom-Park.

Die raumbildende 3+1-Konfiguration des Leitbilds – Schollentrio und kontextueller Solitär – wird beibehalten – ein Plädoyer für die Kleinkörnigkeit als Alleinstellungsmerkmal des Schollenquartiers und seiner öffentlichen Räume.

Am Schwellenplatz

Der Zuschnitt der Häuser sorgt für neue Qualitäten im öffentlichen Raum: eine Platzfolge aus Schwellen- und Binnenplatz schafft adressbildende Freiräume, die gleichzeitig einladende Übergänge zwischen Seeufer und U-Bahnkorridor ausbilden.

SCHOLLENTRIO UND SOLITÄR

Die drei Baukörper stehen als lockerer Cluster rund um den zentralen Platz. Der Solitär bildet den markanten Abschluss der Uferkante.

Pol des Ankommens

Hier zieht sich der Raum zwischen Seeufer und U-Bahn zu einem südlichen Pol zusammen, der seine mehrfache Entreefunktion orchestriert: an der Tür der U-Bahn-Station wird man mit 4 Perspektiven begrüßt: die Silhouette des Seeparkquartiers, die Arkaden der Seeterrassen, die Platzfolge zum Boulevard der ­Kulturen und der Korridor zum Elinor-Ostrom-Park. Einen signifikanten ­Auftakt erlebt man vom Seeparkquartier kommend durch die schmale Stirnfront des Hochhauses, dessen Zuschnitt die Ströme ans Seeufer lenkt. Kommt man von den Seeterrassen oder vom Boulevard der Kulturen, wird man vom Schwellenplatz empfangen, Transitorium und Ort zugleich. Vom Elinor-Ostrom-Park kommend lädt eine ­verschwenkte Front zum ­Besuch des Binnenplatzes ein, der über den Schwellenplatz zum Seeufer oder zur U-Bahn leitet.

Neuer Zuschnitt

Durch Schneiden, Spiegeln, Schwenken und Schleifen konkretisieren sich die Umrisse des Leitbilds zu einer gleichzeitig großzügigen und kompakten städtischen Figur. Die raumbildende 3+1-Konfiguration des Leitbilds – Schollentrio und kontextueller Solitär – wird beibehalten – ein Plädoyer für die Kleinkörnigkeit als Alleinstellungsmerkmal des Schollenquartiers und ­seiner öffentlichen Räume. Allerdings sorgt ein veränderter Zuschnitt der Häuser für neue Qualitäten im öffentlichen Raum.

3+1 = Schwellenplatz + Binnenplatz

Eine Platz­folge aus Schwellen- und Binnenplatz schafft adressbildende Freiräume, die gleichzeitig einladende Übergänge zwischen Seeufer und U-Bahn­korridor ausbilden. Der Binnenplatz fungiert als geschützte und ­zugleich durch­lässige Quartiersmitte, an der die Hauseingänge zu den drei ihn rahmenden Schollen verortet sind. Hingegen wird der Schwellen­platz durch das Kürzen der westlichen, sowie das ­„Hereinrutschen“ der östlichen Scholle (Front am See) als charaktervoller Übergangsraum mit einem starken Bezug zum Seeufer erlebbar.

Freiraumplanung @D\D

Lusthaus, Lofthaus, Lufthaus

Auf die besondere Herausforderung der kleinen ­Körnung ­antwortet jedes der drei Häuser mit einer souveränen ­Performance, die anhand ihrer ­jeweils spezifischen Form, ­Struktur, Lage und Höhe zu signifikanten ­Charakteren ent­wickelt werden. In seiner „Familienaufstellung“ bietet das Trio ein ­komplementäres ­Angebot für unterschiedliche ­Wohnmodelle und Arbeitswelten, verschränkt und ergänzt mit Räumen für ­Erholung und Freizeit.

Ausdrucksstarke Gesichter in Richtung See

Die drei Häuser sind in farbverwandte, aber differenzierte Kleider gehüllt.

Perspektive von der Seepromenade

Visualisierung @Roman Fleinreisz Visual Studio, Architektur hohes Hochhaus Zechner&Zechner



Lage: Seestadt Aspern, Wien 1220, Österreich Projektformat: Nicht offener Architekturwettbewerb, WIEN 22., "PIER05" Projektstatus: 1. Preis Grösse: 4.085 m2 BGF: > 30.630 m2 Planungszeitraum: 2022 –2022 Auftraggeber: MIW KOMP 2 Verwaltung GmbH Partner/innen: Zechner&Zechner Architekten Fachplanner/innen: Freiraumplanung: D/D Landschaftsplanung Elektroplanung: Jürgen Ehrenhofer, Technisches Büro Eipeldauer & Partner Ges.m.b.H. Statik: Peter SZASZ, KS Ingenieure ZT GmbH Haustechnik: Ing. Matthias Haas, rhm gmbh Mitarbeiter/innen: Christoph Pehnelt, Andrei Olaru, Astrid Strak, Läander Pattis, Laleh Sadeghloo, Ying Wang