Ist es nicht das Mindeste, dass man jeden Tag das Recht hat, von einer Orangerie empfangen zu werden, wenn man sich dafür entschieden hat, im weltweit größten Urban-Gardening-Projekt zu leben?


Urban Gardening durchdringt alle Maßstabsebenen des Projekts: als „erweitertes Wohnprogramm“ findet sich das Garteln in Innen- und Außenräumen von Wohnungen, Etagen-, Haus- und Quartiersgemeinschaften wieder. Umgesetzt wird dieses Ineinandergreifen der Maßstäbe im komplementären Zusammenspiel der zentralen Entwurfsdisziplinen: die Gestaltung des Freiraums, das Programm der sozialen Nachhaltigkeit und die Entwicklung der Gebäudetypologie verschränken sich zu einer durchgrünten Wohnlandschaft, in der sich das Grünraumangebot in die Gebäude hineinzieht und über einen sozialen Begleitprozess konkrete Mehrwerte in den Innen- und Außenräumen des Quartiers bildet: von unterschiedlichsten Formaten der Gemeinschaft bis zum Gartenprgramm der Einzelwohnung.

WOHNEN + URBAN GARDENING = KOLLEKTIVE MITTE

Die im Städtebau intendierte Terrassierung schafft unterschiedliche Bereiche für gemeinschaftliche und private Gartennutzungen. Die zwei Gebäude treppen sich zur Mitte hin ab, wo die ORANGERIE – ein dreigeschoßiges Glashaus – die kollektive Mitte bildet.

DIE ERSCHLIESSUNG VERBINDET INNEN UND AUSSEN

Die vertikalen Erschließungen sind durch interne Verbindungen direkt an die Terrassen angebunden. Der Bezug zum Außenraum und der Blick ins Grüne bereichern den Weg zur Wohnung.

DIE ORANGERIE: DAS GLASHAUS WIRD ZUM ICON

Die Orangerie wird als mediterranes Gewächshaus mit Wintertemperaturen zwischen +/-0 und +12 Grad ausgebildet. Für die Bepflanzung sind unterschiedliche Citrusfrüchte, Palmen und Kletterpflanzen (Wein, Kiwi) vorgesehen.

DIE “ORANGERIE” ALS KOLLEKTIVE MITTE

Drei Gemeinschaftsräume ragen in die Orangerie hinein und lassen sich in diese hinein erweitern. Die Räume können für Feste und Veranstaltungen auch gemeinsam genutzt werden. Sie nützen die Orangerie mit und können sich über diese hinaus in den Freiraum hinaus erweitern.

DIE Terrassierung generiert typologische Vielfalt

Die im Städtebau intendierte Terrassierung der Gebäude ist Anlass für eine vertikale Differenzierung der Wohntypologie: der Geschoßwohnungsbau stapelt unterschiedliche Wohnmilieus, indem die Geschoße entlang des durchgehenden Kerns horizontal verschoben werden. Die dadurch entstehende Asymmetrie erzeugt nicht nur unterschiedliche Wohntiefen, sondern verschiedene Typen privater Freiräume: umlaufende Terrassen, Balkone, Loggien wechseln sich übereinander ab. Ihr gemeinsamer Nenner ist der Pflanztrog, der jeder einzelnen Wohnung zur Verfügung steht.

BILDUNG EINES GEMISCHTEN WOHNMILEUS DURCH VOR- UND RÜCKSPRÜNGE

WOHNUNGSTYPOLOGIEN

WOHNUNGSTYPOLOGIEN
"REIHENHAUS" MIT BALKON

WOHNUNGSTYPOLOGIEN
"APARTMENT" MIT AUSBLICK & LOGGIA

WOHNUNGSTYPOLOGIEN
"APARTMENT" MIT AUSBLICK & LOGGIA

WOHNUNGSTYPOLOGIEN
"GARTENBUNGALOW" MIT AUSBLICK & TERRASSE
"TERRASSENWOHNUNG" MIT GARTEN

GRUNDRISS EG

SCHNITT










Lage: Wien 1230, Österreich Projektformat: Direktauftrag Grösse: 10.000 m2 BGF: > 25.700 m2 Planungszeitraum: 2015–2018 Auftraggeber: Mischek Bauträger Service GmbH Fachplanner/innen: LANDSCHAFTSARCHITEKTUR – BATIK (Landschaftsarchitektur) , Mischek ZT GmbH (Statik und Bauphysik) Mitarbeiter/innen: Tim Danner, Bernhard Angerer, Javier Figuerola, Lukas Brotzge, Martin Wild