Wie kann das funktionale Programm einer Sporthalle sich zu einer vertikalen Schichtung von Landschaften verwandeln?

Im Rahmen des Wettbewerbs war für den Standort in Graz eine Dreifachturnhalle mit Tribüne, Bewegungscenter, Buffet und Bürotrakt zu planen.

DIE VIER GESCHICHTETEN WELTEN

Die eigentliche Herausforderung liegt in der produktiven Interpretation der Aufgabenstellung, die gewünschte Objekt- bzw. Parzellenplanung in ein städtebauliches Projekt zu verwandeln: die Wolke inszeniert einen Eingriff in die Umgebung, ohne die Grenzen der Parzelle physisch zu überschreiten. Die räumliche Konfiguration der Sporthalle gibt der gesamten Umgebung eine überraschende Identität, indem sie den vorhandenen Raum neu entdeckt. Das Raumprogramm wird gesplittet – unten die Sporthalle, oben in der Wolke das ABC und die Administration. zum Schwellenraum zwischen zwei Parks aus: die ASKÖ Halle wird als Zentrum zwischen Schlosspark und Sportpark erlebbar.

VERTIKALER SPLIT

LAGEPLAN

AKTIVE SCHAUFENSTER ZUM PLATZ

Zwei „Screens“ – tag- und nachtaktiv – treten mit dem Vorplatz und Schlosspark in einen Dialog und tragen subtil zu deren Belebung bei. Das Sportprogramm selbst – die Rhythmen des ABC – werden zum Generator von Urbanität.

Das ASKÖ-Center artikuliert die vertikale Schichtung unterschiedlicher Raum- und Nutzermilieus. Dabei werden die Räume und Rhythmen von Menschen, Tieren, Pflanzen und Naturelementen gleichermaßen zu Akteuren einer neuen räumlichen Szene: zwischen Untergrund und Himmel schichten sich vier Welten von Akteuren übereinander – und mittendrin das „Sportpaket“ des ASKÖ-Centers.

DIE BEREICHE DER EXTERNEN NUTZERINNEN

SCHNITT

ANSICHT

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Lage: Graz, Österreich Projektformat: EU‐weiter, offener, einstufiger anonymer Realisierungswettbewerb, ASKÖ Center Neu Projektstatus: abgeschlossen Grösse: 5.000 m2 BGF: > 4.080 m2 Planungszeitraum: 2012 Projektdauer: 3 Monate Auftraggeber: ASKÖ- Landesverband Steiermark Fachplanner/innen: Werkraum Wien (Statik)