Wann endlich darf die Neuentwicklung geförderten Wohnens in Stadterweiterungsgebieten Orten begegnen, anstatt sie zu verdrängen?

Am Areal der ehemaligen Struberkaserne, am Stadtrand von Salzburg, war ein städtebauliches Szenario für 300 Wohnungen sowie ein Baumassenkonzept für das benachbarte Betriebsgebiet zu entwickeln.


Landwirtschaft, öffentlicher Raum und Wohnen können in eine aufregende Koexistenz gesetzt werden,welche die suburbane Welt fundamental neu bewertet. Der Raum dieser wechselseitigen Beziehungen bildet einen neuen Horizont, vor dessen Hintergrund sich das alltägliche Leben anders entfalten kann. Landwirtschaft, Wohnen und öffentlicher Raum nehmen neue Rollen ein: Die Werkzeuge, Praktiken und saisonalen Rhythmen der Landwirtschaft bilden Milieus, halten Raum frei und formen die Pflege der Landschaft. Nutznießer sind nicht nur die Bewohner, sondern auch Schulen, Seniorenheime und die öffentliche Hand. Gewohnt wird eher auf dem Feld als in der Stadt. Das sich ständig verbessernde Netz der sanften Mobilität bringt gleichzeitig urbane Angebote und sozialen Tausch in die Nähe. Wir greifen das Verhältnis von Distanz und Nähe auf. Dazu muss die die elementare Einheit der Peripherie – die Parzelle aufgelöst werden. Das Kasernenareal wird zum exponierten Feld innerhalb eines territorialen Kontexts: seine offene Rahmung spannt einen feldübergreifenden Raum auf und bringt die Weite der Landschaft an die Haustüren. Die Wohnungen selbst treten in ihrer „feldhaften Clusterbildung“ mit dem Raum der Landwirtschaftund seinen großen Linien in einen Dialog.

Wir wenden uns den drei großen Parallelwelten bzw. Herausforderungen der Peripherie zu: AGRIKULTUR, WOHNKULTUR und ÖFFENTLICHER RAUM


LANDUNG

Die Wohnungen „landen“ auf den Feldern und genießen den Vorzug, dass ihre Qualität nicht allein von ihrer Typologie. Von der unter ihnen liegenden Feldstruktur geprägt, ist die Landung ist immer gut ...

DURCHWEGUNG

TYPOLOGISCHE VIELFALT

WOHNLANDSCHAFT

Die Wohnfelder sind Plattformen (Plateaus) in der Landschaft, auf denen sich die Wohnbauten clusterförmig entwickeln.

DIE ZENTRALE ESPLANADE

DIE promenade

BLICK ÜBER DIE WOHNFELDER NACH SÜDEN



Lage: Salzburg, Österreich Projektformat: zweistufiger städtebaulicher Wettbewerb mit Realisierungsteil, Struber-Kaserne, Salzburg Projektstatus: abgeschlossen Grösse: 70.000 m2 BGF: > 30.000 m2 Planungszeitraum: 2010–2010 Auftraggeber: ALPINE Bau GmbH, Kleßheimer Allee Liegenschafts- und Entwicklungs GmbH Partner/innen: Gerhard Wohlrab, Thomas Forsthuber, Christoph Scheithauer Mitarbeiter/innen: Neda Afazel, Pia Spießberger, Svea, Vivien